Steiermark ist österreichischer Exportsieger - Heimische Warenexporte erstmals über 20 Milliarden Euro

Der steirische Außenhandel kann auf ein äußerst erfolgreiches Jahr 2017 zurückblicken. Mit einem Plus von 11,6 Prozent gegenüber 2016 war die Steiermark das Bundesland mit den höchsten Zuwächsen. Erstmals übertrafen die heimischen Warenexporte mit 21,5 Milliarden Euro (2016: 19,3) die 20 Milliarden Euro-Marke. Besonders bemerkenswert: Die heimischen Exporte in die USA stiegen trotz der restriktiven Handelspolitik von Präsident Trump mit 36 Prozent besonders stark.

„Als Region, in der jeder zweite Arbeitsplatz durch den Export gesichert wird, sind wir in hohem Maße darauf angewiesen, dass unsere Betriebe mit ihren Produkten und Dienstleistungen auf ausländischen Märkten punkten. So gesehen ist die Entwicklung des vergangenen Jahres sehr erfreulich“, so Wirtschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl, die vor allem die Entwicklung am US-Markt hervorhebt: „Die USA sind auf Platz zwei der wichtigsten Handelspartner der Steiermark. Vor dem Hintergrund der Wirtschaftspolitik von Präsident Trump ist der deutliche Anstieg unserer Exporte von einem bereits hohen Niveau ausgehend sehr bemerkenswert. Klar ist aber auch, dass die Rahmenbedingungen für Handelsbeziehungen mit den USA nicht einfacher werden und wir daher auch andere Märkte intensiv bearbeiten müssen“, betont Eibinger-Miedl, die im Oktober eine große steirische Wirtschaftsdelegation nach Mexiko und Kolumbien führen wird.

Im kommenden Jahr wird dann Großbritannien besonders im Fokus des Wirtschaftsressorts und des Internationalisierungscenter Steiermark (ICS) stehen, das auch nach dem Austritt aus der Europäischen Union als Handelspartner eine große Bedeutung für die Steiermark haben wird.  

Zahlen zum steirischen Außenhandel 2017
Die steirischen Exporte sind 2017 gegenüber dem Jahr davor um 2,2 Milliarden Euro oder 11,6 Prozent auf 21,5 Milliarden Euro gestiegen. Damit war die Steiermark österreichischer Exportsieger. Auf Platz zwei lag Wien mit plus 10,1 Prozent, gefolgt vom Burgenland mit plus 9,5 Prozent. Österreichweit lag das Exportwachstum bei 8,2 Prozent.

Das Ranking der wichtigsten steirischen Handelspartner führte auch im Vorjahr Deutschland (+9 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro) an. Die USA (+36 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro) überholten Italien (-0,2 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro) und liegen nun auf Platz zwei. Auf Platz vier folgt Großbritannien (+3 Prozent auf 875 Millionen Euro). Im Hinblick auf die Produkte trugen vor allem Fahrzeuge bzw. Fahrzeugteile (+27,7 Prozent) sowie Waren aus Eisen und Stahl (+20,3 Prozent) zum Exportwachstum bei. Motor der Entwicklung ist unter anderem Magna mit der Produktion von Fahrzeugen der Marken BMW, Jaguar, Mercedes – und künftig auch Toyota – in Graz.

In ihrer neuen Funktion als Präsidentin der Automotive Intergroup des EU-Ausschusses der Regionen wird sich Landesrätin Eibinger-Miedl für eine verstärkte Zusammenarbeit der europäischen Automobilregionen, vor allem im Hinblick auf neue technologische Entwicklungen, das neue Mobilitätsverhalten und die Internationalisierung einsetzen.