Branchentreff HOLZ-Clusterempfang: Steirische Erfolgsgeschichten zeugen von geballter Innovationskraft!

Der Holzcluster Steiermark setzt weiter auf Wachstum durch Innovation und will den Clusterbetrieben durch die  Präsentation zukunftsträchtiger Entwicklungen aus der eigenen Branche Mut machen. Drohnentechnologie, Industrie 4.0 sowie Robotik sind Technologien, die in den meisten Industriezweigen bereits fest im Arbeitsalltag integriert sind. Diese sollen auch in der Holzindustrie verstärkt zum Einsatz kommen. Gemeinsam mehr Wertschöpfung aus den steirischen Wäldern generieren und mutig in die Zukunft investieren, so lautete das Credo des Clusterempfangs in der Wirtschaftskammer Steiermark.

v.l.n.r. Ulrich Müller, Robert Klug, Florian Hermann, Daniel Lercher, Erhard Pretterhofer, Röbert Jöbstl, Heinz Gach

Die Steiermark hat sich in den letzten Jahren zu einem herausragenden Innovationsstandort entwickelt. Mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 4,8 Prozent zählt unser Bundesland heute zu den innovativsten Regionen Europas. Auch die Unternehmen aus den Bereichen Forst-Holz-Papier setzen auf Wachstum und Fortschritt und sorgen damit für Wertschöpfung und Arbeitsplätze. In der Holzwirtschaft hat das steirische Holznetzwerk in den letzten Jahren viel geschafft! Eine F&E-Quote von rund 1,5 Prozent verdeutlicht aber, dass diese, für die heimische Wirtschaft so wichtige Branche, noch großes Potenzial nach oben hat. Forschung und Entwicklung bilden die Grundlage gesunder Betriebe von Morgen. „Der Holzcluster als Schnittstelle zwischen Forschungseinrichtungen und Wirtschaft sowie als Plattform für Innovationen kann insbesondere für Klein- und Mittelbetriebe einen wertvollen Beitrag liefern. Ob Förderscreening, Innovationsworkshops zur Weiterentwicklung der Branche, konkrete IT-Lösungen für den Forst- und Sägebereich oder Expansionspläne im benachbarten Ausland, wir sind in jedem Fall der richtige Partner an Ihrer Seite“, hebt Clustergeschäftsführer DI (FH) Erhard Pretterhofer hervor.  

Im steirischen Wirtschaftsraum findet die Holzbranche hervorragende Entwicklungsbedingungen: gesunde Wälder, genügend Rohstoff, gewachsene Unternehmensstrukturen, ein exzellentes Ausbildungssystem und optimale wissenschaftliche Unterstützung treffen hier auf ein innovationsförderndes Umfeld. Von Menschen in der modernen Arbeitswelt wird lebenslanges Lernen gefordert. Insbesondere durch die Internationalisierung ist es notwendig, sich laufend an die sich verändernden Marktbedingungen anzupassen, um wettbewerbsfähig bleiben zu können. „In wirtschaftlich herausfordernden Zeiten müssen wir alles daran setzen, neue Produkte und Prozesse zu entwickeln, um auf den Märkten bestehen zu können. Dies gilt sowohl für global agierende Leitunternehmen, als auch für die zahlreichen mittelständischen Betriebe. Nur so können wir diese wertvolle Branche gemeinsam weiterentwickeln und damit wichtige Arbeitsplätze für die Regionen erhalten“, betont ÖR DI Heinz Gach, Aufsichtsratsvorsitzender des steirischen Holzclusters.

Holz kann mehr! Richtig eingesetzt, ist Holz ein leichter Hochleistungswerkstoff, verdeutlichte Dr. Ulrich Müller, Privatdozent an der BOKU-Wien und Aufsichtsratsmitglied des Holzclusters, in seiner Keynote zum kürzlich genehmigten K-Projekt WoodC.A.R. C.A.R. steht hier nicht für Auto, sondern für Computer Aided Research, also computer-unterstützte Forschung. Um in neue Anwendungsbereiche, wie beispielsweise in den Fahrzeugbau vorzustoßen, müssen Holz und Holzwerkstoffe berechenbar gemacht werden. In den meisten Branchen werden Produkte am Computer designt, für die spätere Anwendung simuliert und erst dann produziert. Entsprechende Expertise wird dabei durch die wissenschaftlichen Partner TU-Graz und dem Kompetenzzentrum – Das virtuelle Fahrzeug eingebracht. „WoodC.A.R. bündelt die Kräfte der beiden wichtigsten Stärkefelder der Steiermark: die Holz- sowie die Fahrzeugindustrie. Durch die Einbeziehung des Werkstoffs Holz in neue Bereiche, wird ein wertvoller Beitrag zur Reduktion von Kosten und Gewicht sowie zur Verbesserung der CO2 Bilanz geleistet. Die Anwendung moderner Computertechnologien verkürzt darüber hinaus die Entwicklungszyklen und senkt die dabei anfallen Kosten. Dadurch werden stimulierende Effekte für die gesamte Holzbranche erwartet“, hebt der wissenschaftliche Leiter von WoodC.A.R. hervor.

Wie intensiv gerade in der Steiermark an den hölzernen Innovationen der Zukunft getüftelt wird, zeigte sich am diesjährigen Holz-Clusterempfang. Von Flying Services und Waldmonitoring über vorgefertigte Raumzellen aus Holz, die zur Nachverdichtung im urbanen Raum eingesetzt werden können, bis hin zum hölzernen Surfboard als Lifestyle- und Designobjekt wurden Trends und Entwicklungen zum Anfassen, Staunen und Ausprobieren präsentiert. Der Blick hinter die Kulissen der Innovatoren Hermanns Shaping Company, Festmeter und Haas Fertigbau Holzbauwerk sorgte beim Clusterevent für anregende Diskussionen. In einem waren sich die Teilnehmer jedoch einig: im Mut zur Innovation liegt der Schlüssel zum Erfolg für die Betriebe der Holzwertschöpfungskette.

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