Das futuristisch anmutende Kunsthaus in Graz war am 13. April 2012 Austragungsort einer Vortragsreihe mit dem Titel „Die Kunst des Fortschritts" im Rahmen des Projekts F.i.T, initiiert von der Holzcluster Steiermark GmbH gemeinsam mit der Tischlerinnung Steiermark.
Wie komme ich zu mehr Kunden? Wie steigere ich die Kundenzufriedenheit? Wie kann ich für mein Unternehmen Marketing betreiben? Diese und viele weitere Fragen wurden durch vier hochkarätige Vortragende, diefür diese Veranstaltung gewonnen werden konnten, beantwortet. Dass Marketing mehr ist als bloß ein klassisches Werbeinserat in der Gemeindezeitung, zeigte Marketingexperte Günter Berger von der Fachhochschule Salzburg in seinem Vortrag auf. Der Aufbau einer eigenen Marke, das Personalisieren von Produkten sowie die emotionale Bindung an ein Produkt sind für Berger ausschlaggebend, um sich von der Konkurrenz abheben und dem Preisdruck standhalten zu können. Doch nicht nur Marketing allein führt zum Erfolg. Denn nur gepaart mit einer großen Portion Konsequenz und authentischem Erscheinungsbild führt das Marketing zum wirtschaftlichen Erfolg.
Unternehmensberater Helmut Mayrhofer präsentierte anhand eines Good-Practice Beispiels gemeinsam mit dem oberösterreichischen Stiegenbauer Andreas Lederbauer, wie es mit einer strafferen Arbeitsorganisation und -vorbereitung möglich ist, effizienter und erfolgsversprechender zu arbeiten. Mayerhofer betonte in seinem Vortrag unter anderem auch, wie wichtig es für einen Unternehmer ist, die Stärken und Schwächen seiner Mitarbeiter zu kennen und diese dann auch entsprechend einzusetzen.
„Aktive und authentische Referenzkunden sind wichtiger als ein eigener Verkäufer". Diese gewagte These stellte Christoph Rosenberger von der Hohen Schule für Kommunikation in den Vordergrund seines Vortrages und betonte hiermit die Wichtigkeit der Dienstleistungsorientiertheit. Der Kommunikationsexperte hob auch die großen Unterschiede in der männlichen und weiblichen Kommunikation in Hinblick auf den Kauf von Produkten hervor. Ein ganz entscheidender Aspekt im Verkauf ist für Rosenberger die Selbsterkenntnis des Kunden, denn nur wenn der Kunde selbst den Mehrwert eines Produktes erfährt und nicht mit Argumenten des Verkäufers förmlich „erschlagen" wird, kommt es auch tatsächlich zum Kaufabschluss.
Mit dem Keynote Speaker Leo Hillinger wollten die Organisatoren der Veranstaltung bewusst einen Blick über den eigenen Tellerrand wagen. Der erfolgreiche Winzer aus dem Burgenland berichtete über seinen Lebensweg, und wie er es schaffte, aus dem verschuldeten Elternbetrieb ein millionenschweres Weingut zu machen. Der Weingutbesitzer, der nach eigenen Angaben am „Terrier-Syndrom" „leidet", brachte auf sehr unterhaltsame Art und Weise seine teils unkonventionellen Marketingmethoden dem Publikum näher. Unter anderem damit wie er Gästen das Essen in feinen Restaurants bezahlte, um dem Sommelier auf nichtvorhandene Hillinger-Weine anzusprechen oder über das widerwillige Einschreiben in einem Golfklub, um nach dem Spiel Weine zu verkaufen und dabei die größtmögliche Anzahl von Flaschen in den diversen Luxuslimousinen einzuschlichten. Hillinger legt in seinem Vortrag großen Wert auf seine Erfahrungen mit Gegengeschäften und betonte in seinem Schluss-Statement: „Netzwerken, Netzwerken, Netzwerken"
Bei einer abschließenden Weinverkostung mit Hillinger-Weinen konnten sich die Besucher in einem Get-together unter anderem mit den Referenten austauschen, Themen vertiefen und untereinander Kontakte knüpfen.
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