SMURF

Das EU-finanzierte Horizon Europe-Projekt SMURF (Sustainable Models for Small Forest Holdings) bringt forstliche Organisationen, wissenschaftliche Institutionen und politische Entscheidungsträger aus ganz Europa zusammen, um die Zukunft kleiner Forstbetriebe aktiv mitzugestalten.
Starke Wälder, neue Märkte: Holzcluster beim EU-Start dabei
Ziel des Projekts ist es, tragfähige Management- und Geschäftsmodelle zu entwickeln, Ökosystemleistungen wie Kohlenstoffspeicherung und Biodiversität zu bewerten und durch einheitliche Standards nutzbar zu machen.
Ein erster Meilenstein war die internationale Auftaktkonferenz im März 2025 in Rom, bei der sich über 100 Vertreter:innen aus Forstwirtschaft, Politik und Forschung versammelt haben. Im Rahmen dieser Konferenz wurde auch das LAURUS-Netzwerk gegründet – ein europäisches Netzwerk zur Stärkung kleiner Forstbetriebe. Der Holzcluster Steiermark war mit Geschäftsführer Alexander Pinter prominent vertreten und gestaltete die Veranstaltung mit einer Keynote zur Bedeutung aktiver Waldbewirtschaftung und dem Innovationspotenzial neuer Produkte aus Holz. Damit setzte er ein klares Zeichen für die Rolle nachhaltiger Nutzung in einer zukunftsfähigen Bioökonomie.
Alexander Pinter als Vortragender bei der "1st European Conference of Small Forest Holdings".

In der Keynote hob Alexander hervor, dass die Transformation im Holzsektor bereits im Gange ist.

Warum ist SMURF für den Holzcluster Steiermark wichtig?
Kleine und mittlere Forstbetriebe prägen die steirische Waldlandschaft maßgeblich. Ihre nachhaltige Entwicklung ist eine zentrale Voraussetzung für eine stabile und zukunftsfähige Wertschöpfungskette Holz. Als Projektpartner bringt sich der Holzcluster Steiermark aktiv in die Entwicklung von innovativen Bewirtschaftungsmodellen, digitalen Werkzeugen und neuen Finanzierungsansätzen – wie zum Beispiel Payments for Ecosystem Services (PES) – ein. Gleichzeitig stärken wir durch die internationale Vernetzung unser Know-how, erweitern unser Netzwerk und eröffnen neue Chancen für unsere regionalen Stakeholder.
Unser Beitrag im Projekt:

Der Holzcluster Steiermark fungiert als Bindeglied zwischen europäischen Projektpartnern und den regionalen Forstbetrieben. Wir gestalten Pilotaktivitäten mit, tragen Praxiswissen aus der Steiermark ins Projekt und machen europäische Entwicklungen für unsere Partner vor Ort zugänglich.

 

 

Von der Barriere zur Stärke: Waldfragmentierung im Fokus des SMURF-Projekts
Die Wälder Europas sind ein Grundpfeiler unserer ökologischen, wirtschaftlichen und kulturellen Landschaften. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Abschwächung des Klimawandels, der Bewahrung der Biodiversität und der Bereitstellung erneuerbarer Rohstoffe. Gleichzeitig stehen sie vor tiefgreifenden Herausforderungen. Der Klimawandel verschärft Risiken wie Stürme, Dürre, Schädlinge und Waldbrände. Doch eine weniger sichtbare, aber entscheidende Hürde für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ist struktureller Natur: die starke Zersplitterung des Waldbesitzes.
In vielen europäischen Regionen sind Wälder in sehr kleine Parzellen aufgeteilt, die häufig Privatpersonen oder Familien gehören. In manchen Ländern ist die genaue Zahl der Waldbesitzer nicht einmal bekannt, und oft ist es unmöglich, die Eigentümer einzelner Flächen zu kontaktieren. Diese Realität erschwert die Umsetzung gemeinsamer Bewirtschaftungsstrategien erheblich. Viele Waldbesitzer verfügen weder über das Wissen noch über die Ressourcen oder die Motivation, ihren Wald aktiv zu bewirtschaften. Die Folge sind große, untergenutzte oder vernachlässigte Waldflächen, die anfälliger für Schäden sind und ihr Potenzial als Kohlenstoffsenken, Lieferanten nachhaltigen Holzes und widerstandsfähige Ökosysteme nicht ausschöpfen können.
Die Fragmentierung behindert auch die Planung auf Landschaftsebene. Wo Dutzende kleiner Eigentümer unkoordiniert oder gar nicht entscheiden, wird es nahezu unmöglich, kohärente Strategien für Klimaanpassung, Schädlingsbekämpfung oder Wiederaufforstung mit klimaresistenten Baumarten umzusetzen.
Das SMURF-Projekt setzt genau hier an: Es fördert Austausch, Innovation und Zusammenarbeit, um aus der Vielfalt des Waldbesitzes eine Stärke zu machen – durch Wissenstransfer, digitale Lösungen und neue Modelle gemeinschaftlicher Bewirtschaftung. Nur durch Kooperation kann Europas Wald seine zentrale Rolle im Kampf gegen den Klimawandel langfristig sichern.
This is where the Horizon Europe project SMURF comes in. SMURF aims to overcome the structural disadvantages of fragmented forest ownership by fostering collaboration, building digital tools for joint management, and creating new pathways for collective decision-making. By connecting owners and facilitating cooperation, SMURF supports shared investments, knowledge exchange, and more effective climate resilience strategies.
Importantly, SMURF also reframes fragmentation: rather than seeing it solely as a problem, the project treats it as a starting point for innovation. By harnessing digitalisation, cooperation, and shared governance models, Europe’s highly diverse forest ownership can be transformed into a strength—with benefits for climate adaptation, sustainable resource use, and rural communities alike.

 

Aktive Waldbewirtschaftung stärken: Unser Beitrag zu SMURF
Der Holzcluster Steiermark bringt in SMURF genau das ein, was kleine Forstbetriebe jetzt brauchen: verlässliches Wissen, ein starkes Netzwerk und praxistaugliche Ideen für neue Erlösmodelle. Im Zentrum steht die aktive Waldbewirtschaftung. Nur wenn Wälder gepflegt, stabilisiert und an neue Bedingungen angepasst werden, bleiben sie ökologisch wertvoll und wirtschaftlich tragfähig. Wir verbinden die Perspektiven von Waldbesitzenden, Dienstleistern, Forschung und Politik. Dieses Netzwerk liefert Erfahrungen aus der Fläche, macht Trends früh sichtbar und beschleunigt die Umsetzung. Aus diesem Wissen heraus entwickeln wir Impulse für „Payments for Ecosystem Services“ (PES). Ziel ist, Leistungen wie Kohlenstoffspeicherung, Biodiversität, Wasserrückhalt und Erholung sichtbar zu machen, standardisiert zu erfassen und fair zu vergüten – als Ergänzung zur aktiven Bewirtschaftung.
Wir kennen die Realität des Kleinwaldes: zerschnittene Flächen, wenig Zeit, knappe Ressourcen. Deshalb setzen wir auf einfache, nachvollziehbare Lösungen, die im Betrieb funktionieren – nicht daneben. Dazu gehören klare Kriterien für Ökosystemleistungen, schlanke Nachweisprozesse und praktikable Vereinbarungen zwischen Eigentümer:innen, Dienstleistern und Abnehmern. So entsteht ein Markt, der wirkt – auch auf kleinen Flächen.
Die CO₂-Thematik wird zunehmend diskutiert. Wir verschließen uns dem nicht, sondern prüfen nüchtern, welche Möglichkeiten die aktive Kleinwaldbewirtschaftung realistisch nutzen kann: belastbare Grunddaten, vernünftiges Monitoring und Ansätze, bei denen Aufwand und Nutzen in einem tragfähigen Verhältnis stehen. Transparenz bleibt dabei zentral: Waldbesitzende sollen verstehen, wofür sie vergütet werden und welche Verpflichtungen entstehen.
Als Cluster übersetzen wir Projektwissen in Praxis. Wir teilen Erfahrungen aus unserem Netzwerk, testen Ansätze im Dialog mit Betrieben und bringen Rückmeldungen ins Konsortium ein. So werden gute Ideen besser und aus Konzepten marktfähige Lösungen. Unser Beitrag zu SMURF ist klar: Wir schaffen Anschluss an den Bedarf der Kleinwaldbesitzer:innen, öffnen Türen in unser Netzwerk und treiben Ökosystemleistungen als neue Chance im Rahmen aktiver Waldbewirtschaftung in der Steiermark voran.
FOREE: Digital Tools for Better Forest Education

The FOREE project, funded under the Erasmus+ programme, was designed to improve forestry education across Europe by creating innovative digital tools for trainers and advisors. As the lead partner, Holzcluster Steiermark contributed its communication expertise and strong network within the forest-based sector to ensure that these tools reach forest owners and practitioners effectively.
By modernising forestry training, FOREE helps bridge the gap between research, technology, and practice. The project developed digital modules, online learning platforms, and interactive materials that make knowledge transfer more flexible and accessible — particularly valuable for regions like Styria, where small scale ownership structures dominate and traditional face-to-face training has limitations.
Through these digital instruments, trainers can better support forest owners in understanding sustainable management, biodiversity protection, and climate adaptation strategies. The result is a new generation of forestry professionals equipped for digital transformation.
Within the framework of the SMURF project, FOREE’s results are shared and scaled across European networks. This collaboration strengthens cross border learning and showcases how digitalisation can reinforce sustainability in forest education and management. 

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FORFORESTINNOVATION: Shaping the Forest of the Future

The FORFORESTINNOVATION project, funded through the Austrian Waldfonds programme, explores innovative approaches for designing the forest of the future. Coordinated by the Austrian Research Centre for Forests (BFW) with Holzcluster Steiermark as a partner, the project develops a freely accessible digital planning tool that allows users to visualise and compare different forest management scenarios in 3D. 

By integrating ecological and economic data, this tool enables forest owners, planners, and policymakers to assess how different silvicultural strategies influence growth, biodiversity, and long-term profitability under changing environmental conditions. It serves as both a decision-support system and an educational instrument, linking practical forestry with research-based insights. 

Holzcluster Steiermark contributes by engaging stakeholders from the regional forest-based sector and ensuring that the project outcomes reach practitioners and local enterprises. This collaboration bridges innovation, technology, and the real-world needs of Styrian forest owners. 

Aligned with the goals of the SMURF project, FORFORESTINNOVATION supports knowledge exchange and the digital transformation of Europe’s forest sector, promoting transparency, innovation, and sustainable decision-making. 

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FOREST ECO VALUE: Creating Economic Value from Ecosystem Services

The FOREST ECO VALUE project, part of the Interreg Alpine Space programme, empowers forest owners to generate income from ecosystem services, turning environmental benefits into tangible economic opportunities. Supported by Holzcluster Steiermark, the initiative focuses on new market mechanisms for rewarding biodiversity and climate-related forest functions.
At its core, the project explores how reverse auction systems can serve as a fair and efficient method for compensating forest owners who implement ecological measures such as deadwood conservation or carbon stability enhancement. This approach creates a transparent market where ecosystem services are valued and traded based on measurable outcomes.
By linking ecological stewardship with economic incentives, FOREST ECO VALUE strengthens sustainable forest management and demonstrates that biodiversity protection and financial stability can go hand in hand. In Styria, where small-scale forests are a backbone of rural landscapes, such mechanisms offer a concrete way to reward responsible management.
In collaboration with the SMURF project, FOREST ECO VALUE contributes to a broader European understanding of how to integrate ecosystem valuation into forest policy and practice. Together, these initiatives highlight the evolving role of forests as providers of both ecological and societal value. 

#SMURFproject #FORESTECOVALUE #InterregAlpineSpace #EcosystemServices #SustainableForestry #CarbonStability 

Mst. Mag. Alexander Pinter
CEO
T: +43 316 587850 214
M: +43 664 963 25 50

Current Projects

BIOCHARm
Potential analysis of the use of biochar in construction as a contribution to achieving climate neutrality