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Holzcluster erhält BGF-Gütesiegel

Das BGF-Gütesiegel prämiert die Leistung für ein erfolgreich abgeschlossenes BGF-Projekt beziehungsweise für die Implementierung in den Regelbetrieb
Forst
Gewerbe
Industrie
Branchenübergreifend
Der Holzcluster erhält das Gütesiegel für die betriebliche Gesundheitsförderung.

Qualitätskriterien

Qualitätsvolle BGF bedeutet, Gesundheit nicht isoliert zu thematisieren, sondern als Querschnittsthema in die Unternehmenskultur zu integrieren. Dies bedingt organisatorische Strukturen und klare personelle Verantwortlichkeiten festzulegen.

Effiziente BGF erfordert es, zielgruppenorientiert die Bedürfnisse der Belegschaft mit geeigneten Diagnoseinstrumenten zu erfassen. Dabei ist es wichtig, dass auf die Partizipation aller Mitarbeiter/innen geachtet und die Aktivitäten im Bereich der BGF auf zahlreichen Wegen und Kanälen kommuniziert wird.

Wirkungsvolle BGF verspricht das unumstößliche Zusammenspiel von Maßnahmen auf der Verhaltens- und Verhältnisebene sowie auf Ebene der Führungskräfte.

Die 15 Qualitätskriterien

Die 15 Qualitätskriterien des Netzwerks BGF basieren auf langjähriger praktischer BGF-Erfahrung und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Gleichzeitig sind sie eine Weiterentwicklung der Luxemburger Deklaration.

Die Beantwortung der nachstehenden Fragen zu den einzelnen Kriterien gibt Aufschluss, wo Sie mit Ihrem BGF-Projekt stehen. So verschaffen Sie sich einen Überblick und damit gute Voraussetzungen für eine qualitätsvolle und nachhaltige BGF im Unternehmen.

1. Unternehmensgrundsätze / Unternehmenskultur

Verankerung der BGF in zentralen Unternehmensdokumenten und Managementsystemen.

Welche Schritte wurden gesetzt, damit BGF im Unternehmen als Querschnittsmaterie umgesetzt und „gelegt“ wird?

2. (Projekt-)Struktur

Strukturelle Verankerung der BGF im Unternehmen 

Entspricht die strukturelle und personelle Ausrichtung der BGF-Strukturen den theoretischen Ansprüchen der BGF und den aus den Betriebsspezifika resultierenden Erfordernissen?

 3. Zuständigkeiten / Ansprechperson

Klare Verantwortlichkeit für die BGF

Können Personen oder Gruppen, welche die BGF im Unternehmen federführend forcieren bzw. umsetzen klar benannt werden?

4. Zielgruppenorientierung

Ausrichtung des Projektes (insbesondere Diagnose und Umsetzung) an Bedürfnissen einzelner Zielgruppen

Wurden die Bedürfnisse von einzelnen Gruppen innerhalb der Belegschaft (Frauen/Männer, Mitarbeiter/innen mit mangelhaften Deutschkenntnissen, Lehrlinge, Arbeitnehmer/innen etc.) in ausreichendem Maß berücksichtigt?

5. Diagnosephase/-instrumente / Bedarfserhebung

Adäquanz der eingesetzten Instrumente und Tools

Wurden adäquate quantitative und/oder qualitative Instrumente / Tools im Rahmen der Diagnosephase eingesetzt?

6. Mitarbeiterorientierung

Partizipative Ausrichtung der BGF im Unternehmen

Mit welcher Qualität wurde die Prämisse der Partizipation im Unternehmen umgesetzt?

Wie umfassend und wie häufig konnten sich die Mitarbeiter/innen am Projekt beteiligen?

Inwiefern konnten sie mitbestimmen? Wurden Entscheidungen gemeinsam getroffen?

7. Kommunikation

Qualität der Informations- und Kommunikationsstrukturen

Mit welcher Qualität und Quantität (Medien, Kanäle, etc.) wurde die Kommunikation über die BGF gewährleistet?

Wie konnten sich die Mitarbeiter/innen über das Projekt informieren?

Wie viele Möglichkeiten wurden hierfür geschaffen?

8. Verhältnisorientierte Maßnahmen

Umsetzung von angemessenen Maßnahmen im Bereich der Verhältnisprävention

In welchem Umfang und mit welcher Qualität wurden verhältnisorientierte Maßnahmen umgesetzt?

Stehen diese in einem angemessenen Verhältnis zu den verhaltensorientierten Maßnahmen?

Orientieren sich die gesetzten Maßnahmen streng an den Ergebnissen der Bedarfserhebung?

9. Verhaltensorientierte Maßnahmen

Umsetzung von angemessenen Maßnahmen im Bereich der Verhaltensprävention

In welchem Umfang und mit welcher Qualität wurden verhaltensorientierte Maßnahmen umgesetzt?

Stehen diese in einem angemessenen Verhältnis zu den verhältnisorientierten Maßnahmen?

Orientieren sich die gesetzten Maßnahmen streng an den Ergebnissen der Bedarfserhebung?

10. Führung

Sensibilisierung von Führungskräften sowie Umsetzung von spezifischen Maßnahmen für Führungskräfte

In welchem Umfang und mit welcher Qualität wurden derartige Maßnahmen umgesetzt?

Orientieren sich die gesetzten Maßnahmen streng an den Ergebnissen der Bedarfserhebung?

11. Qualität der Zielformulierung / Umfang der Ziele

Qualität und Umfang der formulierten Ziele

Wurde ein in Anbetracht der Betriebsspezifika angemessenes Bündel an Zielen definiert?

Wurden die Ziele SMART formuliert?

Sind die Ziele spezifisch bzw. präzise, messbar, von allen Beteiligten akzeptiert, realistisch und zeitlich festgelegt?

12. Ergebniskontrolle und Evaluation

Qualität und Umfang der Evaluation / Kontrolle des gesamten BGF-Kreislaufes

Wurden im Sinne einer angemessenen Ergebniskontrolle / Evaluation adäquate quantitative und / oder qualitative Instrumente / Tools eingesetzt?

13. Zielerreichung

Überprüfung und Reflexion der Erreichung der angestrebten Ziele

Wurden die angestrebten Ziele erreicht?

Wurden die Ziele und etwaige Gründe im Falle von Nichterreichung angemessen reflektiert?

14. Nachhaltigkeit

Nachhaltige Ausrichtung von Projektstrukturen und Maßnahmen

Mit welchem Aufwand bzw. Qualität leistet der Betrieb eine nachhaltige Fortführung der BGF?

Werden die geschaffenen Strukturen erhalten?

Werden weiterhin bewährte bzw. neue Maßnahmen umgesetzt?

Gibt es ein fixes BGF-Budget?

15. Allgemeine Bewertung

Stringente und strukturierte Umsetzung der BGF-Aktivitäten (Public-Health-Action-Cycle)

Wurden die Aktivitäten schlüssig, stringent und in sich stimmig umgesetzt?

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