Hintergrund des Workshops sind die Ergebnisse der Marktsimulation aus ForForestInnovation in welchem in Zusammenarbeit mit der Uni Graz die aktuellen Waldentwicklungsdaten des BFW in das dynamische Marktmodell FOHOW eingearbeitet wurden. Diese zeigt eine absehbare Verknappung von Nadelrundholz – Dr. Tobias Stern spricht in dem Zusammenhang von einem „Peak Spruce“ Szenario: Wir beobachten eine Überalterung der Waldbestände im kaum betriebswirtschaftlich geführtem Kleinwaldbesitz mit einhergehendem Zuwachsverlust. Gleichzeitig ist die Nachfrage der Industrie stetig gestiegen. Diese Entwicklung wird durch größere Schadereignisse immer wieder überdeckt. Nun zeigt sich, dass das Angebot an Nadelholz mit der Nachfrage künftig nicht mehr ohne weiteres mithalten kann. Während der Waldumbau hin zu mehr Laubholz nur langsam voranschreitet, könnte „Peak Spruce“ deutlich früher eintreten.
Mit einem Backcasting-Ansatz blickten die Teilnehmenden gemeinsam in das Jahr 2055 und überlegten rückwirkend, welche politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und technologischen Schritte notwendig sind, um dieses Zukunftsbild zu erreichen.


