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Biochar im Bausektor: Carbon Removal, Baustoffe und Potenziale

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Wie kann Pflanzenkohle künftig im Bausektor eingesetzt werden? Welche Rolle kann sie bei Carbon Removal spielen? Und welche Voraussetzungen braucht es, damit daraus marktfähige Baustofflösungen entstehen?
Diese Fragen standen am 27. April 2026 im Mittelpunkt des Stakeholderworkshops „Carbon Removal in Baustoffen“ bei RENOWAVE.AT in Wien.

Die hybride Veranstaltung knüpfte an die bisherigen Aktivitäten im Projekt BIOCHARm an und vertiefte zentrale Themen rund um Pflanzenkohle, regulatorische Rahmenbedingungen und mögliche Anwendungen in der Baupraxis.

Neben dem Projekt BIOCHARm wurden unter anderem Projekte zu Klärschlammkohle in Dachbegrünungssubstraten, Pflanzenkohle in Lehm- und Kalkbaustoffen sowie zur Gebäudeökobilanzierung vorgestellt. Diskutiert wurden dabei sowohl technische Potenziale als auch offene Fragen zu Materialqualität, Bilanzierung, Zertifizierung und Markteinführung.

Bereits am 12. März 2026 fand im Reallabor „Nachhaltiges Bauen“ in Wien das 2. Branchenvernetzungstreffen Biochar statt. Dort tauschten sich Akteurinnen und Akteure aus Forschung, Bauwirtschaft, Industrie und Interessenvertretungen über aktuelle Entwicklungen rund um Pflanzenkohle im Bauwesen aus. Der Holzcluster Steiermark brachte sich im Rahmen von BIOCHARm mit Fragestellungen zur Verfügbarkeit biogener Reststoffe und zu möglichen Einsatzfeldern in Baumaterialien ein. Unser Newsbeitrag zu dieser Veranstaltung ist hier verfügbar.

Beide Veranstaltungen machten deutlich: Das Interesse an Biochar-Anwendungen im Bauwesen wächst. Gleichzeitig braucht es für eine breite Umsetzung noch klare Antworten auf Fragen zu Rohstoffverfügbarkeit, Normung, Qualitätssicherung, Bilanzierung und Marktakzeptanz.

Die Ergebnisse fließen in die weitere Arbeit des Projekts BIOCHARm ein. Ziel ist es, konkrete Anwendungen für Pflanzenkohle im Bausektor zu entwickeln und deren ökologische sowie wirtschaftliche Potenziale fundiert zu bewerten.

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DI Robert Pirker
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