Holzcluster Steiermark > Aktuelles > News > ForestEcoValue Abschlusskonferenz

Forest EcoValue Abschlusskonferenz

Ergebnisse liegen am Tisch – jetzt braucht es Umsetzung
Forst
Gewerbe
Industrie
Branchenübergreifend
Bei der Abschlusskonferenz des Interreg Alpine Space Projekts ForestEcoValue wurden die Ergebnisse aus den Living Labs präsentiert – und dabei eine zentrale Realität bestätigt: Ein wesentlicher Teil des Wertes unserer Wälder ist bislang nicht im Markt abgebildet.

Bei der Abschlusskonferenz des Interreg Alpine Space Projekts ForestEcoValue wurden die Ergebnisse aus den Living Labs präsentiert – und dabei eine zentrale Realität bestätigt: Ein wesentlicher Teil des Wertes unserer Wälder ist bislang nicht im Markt abgebildet.

Leistungen wie Biodiversität, CO₂-Bindung oder Schutz vor Naturgefahren werden gesellschaftlich erwartet, aber wirtschaftlich kaum honoriert. Genau hier setzt ForestEcoValue an. Ziel ist es, diese Leistungen in tragfähige Modelle zu überführen und entlang der Wertschöpfungskette zu verankern.

Die im steirischen Living Lab getesteten Ansätze zeigen, dass Waldbesitzer:innen grundsätzlich bereit sind, solche Leistungen aktiv anzubieten. Voraussetzung ist jedoch ein System, das einfach funktioniert: klare Kriterien, nachvollziehbare Bewertungen und ein Aufwand, der in einem realistischen Verhältnis zur Vergütung steht. Komplexität bleibt eine der größten Hürden in der Umsetzung.

Auch die Ergebnisse aus anderen alpinen Regionen bestätigen dieses Bild. So zeigt das Living Lab im Piemont, dass die klassische Forstwirtschaft oft nur einen Teil der Bewirtschaftungskosten deckt. Erst durch die Kombination mit neuen Märkten – etwa für CO₂ oder Biodiversität – sowie zusätzlichen Nutzungen wie Tourismus oder kooperative Finanzierungsmodelle kann mittelfristig wirtschaftliche Tragfähigkeit entstehen.

Gleichzeitig wurde auf der Konferenz deutlich: Viele der getesteten Modelle sind noch nicht marktreif. Zwischen ökologischem Anspruch und finanzieller Realität besteht weiterhin eine Lücke. Für eine breitere Umsetzung braucht es daher verlässliche Nachfrage, funktionierende Märkte für Ökosystemleistungen und klare Rollen zwischen öffentlicher Hand, Wirtschaft und Waldbesitz.

Aus Sicht des Holzcluster Steiermark liegt genau hier der nächste Schritt: weg von Pilotprojekten, hin zu umsetzbaren Systemen. Dazu braucht es nicht nur neue Bewertungsansätze, sondern auch konkrete Finanzierungsmechanismen, die über klassische Förderlogiken hinausgehen.

ForestEcoValue liefert dafür eine belastbare Grundlage. Die Richtung ist klar – jetzt entscheidet die Umsetzung.

Sie wollen weitere Informationen?
Melden Sie sich bei uns!

Kilian Silberschneider, MSc
Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft Holz


M: +43 664 167 40 45
E: silberschneider@holzcluster-steiermark.at