Am 15. September 2026 wurde der erste Joint Call der neuen europäischen FOREST Partnership veröffentlicht. Unter dem Titel „FORESTPathways – Building Knowledge and Solutions for Resilient Forests and Sustainable Forest-Based Futures“ stehen bis zu 40 Millionen Euro für internationale Forschungs- und Innovationsprojekte zur Verfügung. Beteiligt sind 36 Förderorganisationen aus 27 Ländern. Österreich nimmt über das BMLUK und die FFG teil.
Inhaltlich deckt die Ausschreibung die gesamte Wertschöpfungskette Wald und Holz ab. Projekte können einem von vier Themenfeldern zugeordnet werden:
- Climate-Resilient Forest Systems: klimaresiliente Wälder, Biodiversität, Kohlenstoffspeicherung sowie Umgang mit Störungen und Klimarisiken
- Adaptive and Multifunctional Forest Management Systems: adaptive Waldbewirtschaftung, Holzmobilisierung, Monitoring sowie digitale und technische Innovationen
- Timber and Innovative Wood-Based Products: innovative Holzprodukte, Holzbausysteme, neue Materialien und Herstellungsverfahren, Kreislauffähigkeit sowie Substitution fossiler und CO₂-intensiver Materialien
- Forest Value Chains, Markets and Governance: Wertschöpfungsketten, Märkte, Governance und strukturelle Rahmenbedingungen der Forst- und Holzwirtschaft.
Gerade das dritte Themenfeld eröffnet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Forschung und Innovation entlang der Holz-Wertschöpfungskette. Genannt werden unter anderem engineered timber und Holzbausysteme, hochwertige holzbasierte Werkstoffe und Chemikalien, verbesserte Dauerhaftigkeit und Recyclingfähigkeit, neue Fertigungstechnologien sowie die Nutzung bislang wenig eingesetzter Nadel- und Laubholzarten.
Internationale Zusammenarbeit im Mittelpunkt
Die Projekte müssen transnational aufgebaut sein. Ein Konsortium benötigt mindestens drei voneinander unabhängige Partner aus drei teilnehmenden Ländern. Mindestens zwei dieser Länder müssen für eine EU-Kofinanzierung qualifiziert sein. Zusätzlich können weitere Organisationen als Associated Partner eingebunden werden.
Die Ausschreibung ist zweistufig. Pre-Proposals können bis 2. Dezember 2026, 13:00 Uhr CET eingereicht werden. Erfolgreiche Konsortien werden anschließend zur Einreichung eines Full Proposals eingeladen. Dafür ist der 2. Juni 2027 als Frist vorgesehen. Der Projektstart ist zwischen Dezember 2027 und April 2028 geplant.
Österreichische Beteiligung
Für Österreich stehen laut Ausschreibungsunterlagen 640.000 Euro zur Verfügung. Gefördert werden können bis zu 200.000 Euro pro österreichischem Projektpartner beziehungsweise bis zu 250.000 Euro bei Übernahme der transnationalen Koordination. Alle vier Themenfelder sind für österreichische Antragsteller:innen geöffnet.
Wichtig: Im österreichischen Programm können 2026 nur Forschungseinrichtungen und nichtwirtschaftlich tätige Organisationen im Rahmen ihrer nichtwirtschaftlichen Tätigkeit eine Förderung beantragen. Eine zusätzliche nationale Einreichung über den FFG-eCall ist bis 4. Dezember 2026, 12:00 Uhr erforderlich. Die detaillierten österreichischen Förderbedingungen sollen laut Call-Unterlagen am 19. Oktober 2026 auf der FFG-Website veröffentlicht werden.
Call: FORESTPathways – Joint Call 2026
Einreichfrist Pre-Proposal: 2. Dezember 2026, 13:00 Uhr CET
Nationale Einreichfrist Österreich: 4. Dezember 2026, 12:00 Uhr
Full Proposal: 2. Juni 2027, 13:00 Uhr CEST
Gesamtbudget: bis zu 40 Mio. Euro
Österreichisches Budget: 640.000 Euro
Weitere Informationen, Call-Unterlagen und Einreichbedingungen finden Sie auf der offiziellen Website der FOREST Partnership. FOREST Joint Call 2026 – FORESTPathways


