
Mein Name ist Thomas Stenitzer und schreibe hier über die Twin Transition in der Holzbranche — Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeinsam gedacht. Ich bin im Holzcluster Steiermark für das Förderprojekt Spitzen!Leistung Holz 4.0 zuständig.

Mein Name ist Thomas Stenitzer und schreibe hier über die Twin Transition in der Holzbranche — Digitalisierung und Nachhaltigkeit gemeinsam gedacht. Ich bin im Holzcluster Steiermark für das Förderprojekt Spitzen!Leistung Holz 4.0 zuständig.
Ich beobachte in vielen Betrieben dieselbe Reaktion: Eine neue Vorgabe taucht auf – EPD, CSRD, EUDR, morgen vielleicht etwas ganz anderes -, und sofort beginnt die Suche nach einer Lösung genau für dieses eine Problem. Ich halte das für den falschen Reflex. Wer bei jeder neuen Vorschrift wieder bei null anfängt, arbeitet sich an Symptomen ab, nicht an der Ursache.
Die Ursache ist einfach: ein fehlendes Datenfundament. Rohstoffherkunft, Energieeinsatz, Transportwege, Ressourcenverbrauch – wer diese Größen laufend und sauber erfasst, hat die Basis für so ziemlich jede Anforderung, die als Nächstes kommt. Nicht, weil er sie kennt. Sondern weil es fast egal ist, welche es ist.
Das ist für mich der eigentliche Gewinn eines Datenfundaments: Sie werden unabhängig von der einzelnen Vorschrift.
Ich sage bewusst nicht „dann müssen Sie nur noch nachschlagen“ – so einfach ist es selten. Aber der Unterschied zwischen einem Betrieb mit Datenfundament und einem ohne ist der Unterschied zwischen Anpassen und Neubauen. Das eine kostet Tage, das andere Monate.
Der Teil, der in der Diskussion um Compliance meistens fehlt: Dieselben Daten, die Sie für einen Nachweis brauchen, sind auch der Rohstoff für Geschichten. Nicht im Sinn von Marketing-Floskeln, sondern echte, belegbare Geschichten – woher das Holz kommt, wer es verarbeitet hat, wie viel Energie und CO2 im Vergleich zu früher eingespart wurde.
Genau das fehlt vielen Betrieben heute: nicht die Fakten, sondern die Erzählung daraus. Ein Kunde kauft nicht „ein Produkt mit Global Warming Potential Kategorie b“. Er kauft die Geschichte eines Baums aus einem konkreten Wald, verarbeitet von einem konkreten Betrieb. Diese Geschichte lässt sich erzählen, sobald das Datenfundament steht – als Absatz auf der Website, als kurzes Video, als Post. 2026 ist genau dieses Format im Aufwind: kurze, wiederverwendbare Bewegtbild-Inhalte, die deutlich länger im Einsatz bleiben als klassische Imagefilme.
Für mich ist das die eigentliche Pointe: Ein Datenfundament macht Sie nicht nur compliance-fähig. Es macht Sie erzählfähig.
Suchen Sie sich eine Geschichte, die schon in Ihren Daten steckt – eine Herkunft, eine Einsparung, ein Prozessschritt, auf den Sie stolz sind. Sie brauchen dafür keine neue Kampagne. Schreiben Sie diese eine Geschichte diesen Monat auf, in drei bis fünf Sätzen. Das ist der erste Schritt vom Datenfundament zur Erzählung – und meist reicht er schon für einen LinkedIn-Post oder eine Kunden-E-Mail.
Was ich daraus mitnehme: Ich baue heute kein Fundament für die EPD, für die CSRD oder für irgendeine andere Vorschrift. Ich baue ein Fundament, das für alle drei reicht – und für die Geschichten, die noch niemand erzählt hat.
Wichtiger Hinweis: Die regulatorischen Fristen rund um EPD, CSRD und Bauproduktenverordnung verschieben sich erfahrungsgemäß. Vor jeder konkreten Umsetzungsentscheidung den aktuellen Stand prüfen (siehe Quellen, Stand August 2026).
EPD: Umweltproduktdeklarationen EPD – IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie
CSRD: CSRD und ESG-Berichte: Was Unternehmen wissen müssen – WKO
Bauproduktenverordnung: Bauprodukteverordnung und CE-Kennzeichnung – Österreichisches Institut für Bautechnik | OIB
Genau um diesen pragmatischen Einstieg – Daten sammeln, bevor man die perfekte Strategie hat – geht es auch beim Transformation Business Talk „Weniger Folie, mehr Wirkung“, zu dem ich Sie am 27. August 2026, 9:00–12:00 Uhr in den Lendhafen Graz einlade.
Kostenlos, im Anschluss Networking am Buffet.
Wir freuen uns, Sie bei unserer cluster- und branchenübergreifenden Transformation Business Talk begrüßen zu dürfen!
Dies ist eine Veranstaltung des Holzcluster Steiermark in Kooperation mit dem Human.technology Styria, dem Green Tech Valley, dem AC Styria und SILICON ALPS Clusters.


Ing. Joachim Reitbauer, MBA (J Reitbauer GmbH) ist ein erfahrener Manager, Netzwerker und Unternehmensberater, der vor allem für seine jahrzehntelange Arbeit in der Holz- und Papierindustrie bekannt ist.
Ing. Simon Rauscher, MSc MSc (AITARK) ist Experte für Ökodesign, Nachhaltigkeitsmanagement und ein aufstrebender Green-Tech-Gründer. Seine Karriere verknüpft fundiertes Branchenwissen aus der Holz- und Umwelttechnik mit moderner Software-Innovation.
Alexander Linhardt ist Kommunikationsexperte, Certified Sustainability Consultant und etablierter Schauspieler. Er verknüpft fundiertes Praxiswissen im Nachhaltigkeitsmanagement mit jahrzehntelanger Medien- und Bühnenerfahrung, um komplexe ESG-Themen in wirkungsvolles Storytelling zu übersetzen — genau der Blickwinkel, den es braucht, um aus einem Nachhaltigkeitsbericht Kommunikation zu machen, die wirkt.
M: +43 664 963 25 48
E: stenitzer@holzcluster-steiermark.at
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