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Forst: Lage hat sich schon verbessert und wird sich weiter verbessern

Forstumfrage 2. Quartal 2021 des Holzkurier
Forst
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Industrie
Branchenübergreifend
Entsprechend den steigenden Rundholzpreisen hellt sich das Stimmungsbild in der mitteleuropäischen Forstwirtschaft auf. Das zeigt die Konjunkturumfrage des Holzkurier am Ende des 2. Quartals.

84 % der befragten Waldbesitzer erwarten für das kommende Halbjahr steigende Rundholzpreise.

13 % gehen von stabilen Preisen aus, nur 2 % rechnen mit sinkenden Erlösen. Damit setzt sich der Optimismus aus dem 1. Quartal faktisch unverändert fort.

Nach dem Motto: „Es kann nur besser werden“, war Mitte 2020 doch ein preislicher Tiefpunkt erreicht. Eingedenk dieses Preisaufschwungs war auch die Geschäftslage im 2. Quartal bereits bei einem Drittel der befragten Forstbetriebe „gut“. Das ist eine Verdoppelung zum 1. Quartal.

55 % waren bereits „zufrieden“. Nur noch 13 % bewerteten ihre Geschäftslage als schlecht. Ein Quartal zuvor stuften noch 40 % ihre Lage als schlecht ein. Nun geht jeder zweite Forstbetrieb davon aus, dass sich die Geschäftslage „gut“ weiterentwickle. Weitere 45 % erwarten zumindest eine „zufriedenstellende“ Geschäftslage.

Die Umsätze werden laut Meinung von 77 % der Befragten nun weiter steigen. 20 % sehen eine Konstanz voraus, 2 % gehen von sinkenden Preisen im 2. Halbjahr aus.

Stimmen: Aktuell größte Herausforderungen

„Abtransport von Faserholz, weniger Zufuhrscheine im Gegensatz zur Blochholzabfuhr!“

„Holzernteunternehmer mit kleinen Seilkranen für die Arbeiten vom Waldfonds zu finden – suchen, suchen …“

„Absatz von Industrieholz; Anlage von Lagern“

„Mangelnde Zahlungsbereitschaft der Sägebetriebe – undurchsichtige Preisgestaltungen – unklare Waldschutzlage und, damit verbunden, unklare Holzmärkte“

„Sturm(bruch)schäden durch lokale Gewitter und damit einhergehende Erschließungsnotwendigkeiten und in der Folge Aufarbeitung des Holzes, z. T. auch teure Entrindungen in nicht zugänglichen Bereichen. Die Vehemenz und Intensität der Sommerstürme nehmen zu – Auswirkungen des Klimawandels. Die Jahresdurchschnittstemperatur hat sich bei uns im Raum innerhalb von 30 Jahren um 2° C (!) gem. ZAMG-Messstation – erhöht.“

„Trockenheit bei der Rotbuche, Verkehrssicherheit entlang der Straßen und Wege, schlechter Energieholzpreis“

„Käfergefahr – Forstunternehmer frühzeitig buchen.“

„Anträge für Waldfonds“

„Unsichere Prognose der Holzpreisentwicklung, keine längeren Schlüsse möglich“

„Schlechte Preise am Industrieholzmarkt! Kein langfristiges Denken in der Papier- u. Faserholzindustrie! Preise bringen kaum einen positiven DB 1! Warte schon auf die nächste Holzmobilisierung!“

„Ich bin in Sorge, dass Käferkalamitäten die gute Marktlage stören. Oberste Priorität hat folglich die Käferprävention in jeder möglichen Form.“>>

„Borkenkäfer. Bedingungsloses Beachten der sauberen Waldwirtschaft, vor allem sehr schnelle Aufarbeitung von Kalamitätsholz, schnelle Holzabfuhr und als Ultima Ratio auch Spritzen des Holzes. Also: Einsatz aller legalen Mittel.“

„Substanzverlust in den vergangenen zwei Jahren durch die unfaire Preispolitik der Sägeindustrie! Sägeindustrie hat sich am Rücken der Forstwirtschaft saniert!“

„Stammkunden mit Rundholz in ausreichender Menge zu bedienen“

„Massive Kalamitäten!“

„Forstarbeitermangel. Suche auf allen Ebenen – Inland/Ausland“

„Industrieholzpreise sind nicht ausreichend für die Gebirgsforstwirtschaft. Leider vom Forst aus nicht zu ändern.“

„Es sind keine Forstarbeiter zu bekommen – Überlegungen, im Bereich Entlohnung nochmals anzuziehen (jetzt schon deutlich über KV), Herausforderung, sollte Rundholzpreis unter kritische Marke sinken.“

*Sammlung anonymer Stellungnahmen zur Konjunkturumfrage unter mitteleuropäischen Forstbetrieben

Konjunkturbarometer Holzkurier

Der Holzkurier führt quartalsweise Umfragen unter den Sägewerken, Holzbaubetrieben und Forstbetrieben durch.

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