Holzcluster Steiermark > Aktuelles > News > IMPACT DAYS: Workshop Kreislaufwirtschaft Holz in der Sanierung

Erkenntnisse aus dem Holzkreislauf Workshop bei den Impact Days

Mit Referenten von unseren Clusterpartnerbetrieben wurden im IMPACT DAYS Workshop mögliche Holz Anwendungen in Bezug auf die Sanierung aufgezeigt und anschließend in den jeweiligen Gruppen diskutiert.
Forst
Gewerbe
Industrie
Branchenübergreifend
Bei der Premiere der RENOWAVE.AT Impact Days am 17. und 18. Oktober 2023 in Graz boten über 30 hochkarätigen Referent*innen und 350 Teilnehmern aus allen Bereichen der Bauindustrie eine Plattform für intensive Diskussionen und Ideenaustausch rund um Themen wie Digitalisierung, serielle Sanierung, soziale Prozesse, Wärmepumpen in der Sanierung.

Ziel war es, Fachleute und Entscheidungsträger:innen aus verschiedene Bereichen zusammenzubringen, um die Herausforderungen der Sanierung im Kontext des Klimaschutzes zu diskutieren. Der Studentenwettbewerb „Education for Future“ präsentierte inspirierende Ideen junger Talente. Sanna Mäuser, Paul Weigand und Alex Walcher gewannen mit ihrem innovativen Sanierungsvorschlag für die Frauen-Kopf-Klinik in Innsbruck den 1. Platz. Im Holzcluster Workshop wurden mögliche Sanierungsverfahren für Holzbauten diskutiert.

Über die IMPACT DAYS

 

Ergebnisse des Workshops

 

Holzprodukte in Gebäudestruktur
mit Weitzer Woodsolutions GmbH, KAPO Fenster und Türen GmbH, Hasslacher Norica Timber und der Vinzenz Harrer GmbH

Vor allem im privaten Bereich sind gezielte Anreize & Förderungen ein mögliches Instrument, um Kreislaufwirtschaft von Holzprodukten zu steigern. Zudem braucht es eine einheitliche Interessensvertretung von Holzprodukten, gezieltes Lobbying und damit die Einbindung der Öffentlichkeit. Die Herausforderungen liegen vor allem im Thema eines nachhaltigen Waldumbaus und der Nutzung von Sekundär-Quellen und damit auch in der Implementierung von Konzepten wie des Urban Minings. Der Transport wird dabei ein Hotspot bleiben, eng damit verbunden die Herkunft des Rohstoffs Holz. Erreicht man eine Umstellung hin zu einer Bepreisung des CO2 mithilfe von Life Cycle Costs, kann Holz seine Vorteile mit einem vergleichsweise niedrigem Global Warming Potentials geltend machen. Zudem muss danach gestrebt werden, höhere Wertschöpfungskreisläufe zu erreichen. Verstärkt wurde eine Anpassung der Normen gefordert, um zumindest eine höhere Flexibilität in Richtung Kreislaufwirtschaft zu erreichen. Gebäudesimulationen können hierbei zur technischen Akzeptanz beitragen, eine Anpassung von Normen wäre hierbei ein sinnvolles Ergebnis dieses Prozesses.

 

Mit der zu erwartenden europaweiten Sanierungsverpflichtung von Beständen eröffnen sich dem Holzbau neue Marktsegmente. Der steirische Holzcluster übernahm im direkten Austausch mit dem Innovationslabor Renowave.at die aktive Positionierung der Holzwirtschaft zu diesem Thema.

Holzprodukte in Gebäudeausbau
mit Weitzer Woodsolutions GmbH, KAPO Fenster und Türen GmbH, Hasslacher Norica Timber und der Vinzenz Harrer GmbH

Als ein großes Hindernis im Gebäudeausbau wird die Definition von Altholz aus dem Baubereich genannt. Problematisch in diesem Zusammenhang ist die Deklaration von Altholz als Abfall, sobald ein Abbruch erfolgt. Holz wird in diesem Fall nicht als Wertstoff, sondern als Problemstoff gesehen, und fällt somit in das Abfallwirtschaftsgesetz. So erlauben Leistungsanforderungen (Norm, EAD) keinen Wiedereinsatz im Konstruktionsbereich. Eine Wiederverarbeitung von Holz ist technisch je nach Anforderung jedoch mittlerweile möglich, was wiederum für eine Änderung der betreffenden Normen spricht. Zum Einsatz kann dabei etwa eine visuelle Sortierung durch Zimmerer kommen, unterstützt wird diese Option mittlerweile durch die Möglichkeit durch RFID-Kennzeichnung, die eine Identifikation der Bauteile ermöglicht. Baueinreichungen könnten in Zukunft eine Rückbaumöglichkeit fordern und eine Beachtung der Nutzungszyklen voraussetzen. Im Konnex dieser Entwicklungen würden dabei etwa Rücknahmegarantien für den Rohstoff der Zukunft interessant werden – lässt sich ein derartiger Ansatz in die Geschäftsmodelle integrieren?

 

Der Holzcluster Steiermark präsentierte mit dem Bioeconomy Austria Netzwerk das Zukunftsthema Kreislaufwirtschaft Holz.

 

 

Bioeconomy Logo

Fotos Copyright: Christof Hütter Fotografie
Video Copyright: Daniela Schmid / Pictures in Motion

Bei der Premiere der RENOWAVE.AT Impact Days am 17. und 18. Oktober 2023 in Graz boten über 30 hochkarätigen Referent*innen und 350 Teilnehmern aus allen Bereichen der Bauindustrie eine Plattform für intensive Diskussionen und Ideenaustausch rund um Themen wie Digitalisierung, serielle Sanierung, soziale Prozesse, Wärmepumpen in der Sanierung. Ziel war es, Fachleute und Entscheidungsträger:innen aus verschiedene Bereichen zusammenzubringen, um die Herausforderungen der Sanierung im Kontext des Klimaschutzes zu diskutieren. Der Studentenwettbewerb "Education for Future" präsentierte inspirierende Ideen junger Talente. Sanna Mäuser, Paul Weigand und Alex Walcher gewannen mit ihrem innovativen Sanierungsvorschlag für die Frauen-Kopf-Klinik in Innsbruck den 1. Platz. Im Holzcluster Workshop wurden mögliche Sanierungsverfahren für Holzbauten diskutiert.

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Kilian Silberschneider, MSc
Bioökonomie & Kreislaufwirtschaft Holz

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