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Lounge-Time - Temporäre Holz-Monumente für die Grazer Innenstadt

Sitzbank in Verwendung von junger Studentin
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Bereits zum zweiten Mal taten sich heuer jeweils fünf heimische Designer und Tischler zusammen, um den urbanen Raum zu möblieren. Die Ergebnisse des Design-Wettbewerbs "Smart Urban Relaxing" von Creative Industries Styria und Holzcluster Steiermark laden im Wonnemonat Mai zur Sitz- und Relaxprobe an bekannten Grazer Plätzen.

Wie müssen Objekte beschaffen sein, um den urbanen Raum buchstäblich zu „besetzen“? Was brauchen Sitzobjekte, um loungige Gemütlichkeit mit hoher Aufenthaltsqualität zu sichern? Gemeinsam mit der Creative Industries Styria riefen wir Designer und Architekten zum gemeinsamen Wettbewerb auf, ihre Ideen für das „Urbane Loungemöbel“ der Zukunft vorzustellen. Grundvorraussetzung: die Verwendung des Werkstoffs Holz. Die fünf besten Entwürfe wurden ausgewählt und in Zusammenarbeit mit steirischen Tischlereibetrieben realisiert. Im Rahmen des Designmonat Graz werden die Prototypen als temporäre Sitzobjekte an verschiedenen Grazer Plätzen aufgestellt, wo sie Einheimische und Touristen zu ausgedehnten Sitz- und Relaxproben einladen. Platz nehmen mitten am Platz!

Gewürfelt: Bramberger architects & Tischlerei Lampl

So unterschiedlich die Verwendungszwecke der einzelnen Objekte zwischen Sitzen, Liegen, Lungern und Jausnen, so vielfältig präsentieren sich die Kreationen der Projektteams aus Tischlern und Designern. Modular, beliebig kombinier- und erweiterbar zeigt sich etwa der Entwurf des Grazer Architekten Alfred Bramberger. Als Grundform dienen Würfel mit 50 cm seitenlänge, die ganz, halb oder schräggeschnitten zu endlosen Formen kombiniert werden können. „Diese reflektieren das Verbindende, das Vernetzende und die Vielfalt einer Stadt und können in der richtigen Konfiguration sogar die Silhouette von Graz abbilden“, erklärt Bramberger. „ein gelungenes Stadtmöbel mit klarer Linie“, freut sich auch der Tischlermeister Lampl aus Arnfels, der den Entwurf umsetzte. „In der scheinbaren Einfachheit lag auch die Schwierigkeit in der Ausführung.“

blockchain: Architekt DI Tinchon ZT & Tischlerei Griessner in Kooperation mit der Ortweinschule Graz

Ebenso auf das Prinzip der modularen Vernetzung setzt der Entwurf des Grazer Architekten Reinhold Tinchon. Einer Fahrradkette gleich können die einzelnen Elemente aneinandergereiht werden, ein markanter Knick gibt den Objekten eine emblematische Wiedererkennung. Auslassungen an der Stirnseite ermöglichen die Anbringung eines Pflanzengefäßes bzw. eines Bäumchens zur Beschattung des Möbels. „Ein origineller Entwurf, für den ich große Marktchancen sehe“, betont der Neumarkter Tischler Silverius Griessner, der den Prototypen in Zusammenarbeit mit der Ortweinschule Graz fertigte.

Urbansailer: Johannes Scherr Design & Tischlerei Wolfgang Rosenkranz

Einen nautischen Ansatz verfolgte der Grazer Industrial Designer Johannes Scherr mit seinem Entwurf. „Urbansailer“ tranferiert den Schiffsbau ins Möbeldesign und verleiht dem Loungeobjekt die Ästhetik eines Boots. Dessen Holzplanken laden zum schwankungsfreien Relaxen an Bord. Ein solargesteuerter (Licht-) Mast lässt auch in der Nacht die Wogen der Entspannung genießen. „Ein spannendes Objekt“ freut sich auch Tischler Wolfgang Rosenkranz, der bereits im Vorjahr am Projekt „Smart Urban Privacy“ teilnahm. „Die Herausforderung bestand darin, eine Top-Ausführung zu wortschafltich vertretbaren Bedingungen zu schaffen.“

Layers of Tribute: AVA Andrea Vattovani Architecture & Probst GmbH Steirisches Möbelhandwerk in Kooperation mit mtdesign Tischlerei

Eine herausforderung, die es auch bei der Projektidee des Grazer Architekten Andrea Vattovani zu meistern galt. Die Umsetzung seines überaus dynamischen Designentwurfs oblag dem Tischlermeister Reinhard Probst in Zusammenarbeit mit der mtdesign Tischlerei und dem Engineering Center Wood im Zeltweger Holzinnovationszentrum. Das Material stellte Mayr Melnhof Holz Leoben als Sponsor zu Verfügung. „Wir wollten etwas Schlichtes machen, das gleichzeitig elegant, fast ein bisschen feminin wirkt“, erklärt Vattovani seine Kreation, die Anleihen bei den Sitzmöbel-Ikonen „Panton Chair“ und „Chaise Lounge“ nimmt. „In unserem Entwurf verschmelzen die beiden Ikonnen zu einem urbanen Stadtmöbel.

Wolkenteppich: Viereck Architekten und Messner – Werkstätten für exklusiven Innenausbau

Wesentlich Verspielter ist dagegen der Entwurf der steirischen Architekten Marleen und Bernhard Viereck. „Wolkenteppich“ vereint die weichen Formen eines behaglichen Outdoor-Möbels mit der smarten Vielfalt multifunktionaler Verwendungen. Vom Solo-Chillen über Prächen-Liegen bis zur Picknick-Möglichkeit und Beschattungselementen ist hier alles drin. „Herausfordernd, aber lösbar“ war die Aufgabe für den grazer Tischler Johannes Messner. „Für die dreidimensionalen verwundenen Teile braucht es eine 5-Achs-CNC-Fräse, über die wir glücklicherweise verfügen.“

Bis Anfang Juni stehen die Lounge-Time-Möbel den City-Chillern zur Verfügung!

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