Angeführt von der schwedischen und finnischen Botschaft besuchten Vertreter:innen aus Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark und Island die Steiermark. Im Mittelpunkt standen nachhaltige Innovationen, biobasierte Materialien und konkrete Ansätze für eine zukunftsfähige Kreislaufwirtschaft.
Den Auftakt machte Rupert Richter-Trummer von der KAGES. Er gab Einblicke in Holzbau und Kreislaufwirtschaft innerhalb der steirischen Krankenhausinfrastruktur. Dabei wurde deutlich, welche Rolle Holz als nachwachsender Baustoff in öffentlichen Bauprojekten einnehmen kann und welche Anforderungen sich aus der Praxis ergeben.
Beim anschließenden Netzwerk-Lunch standen der persönliche Austausch, neue Perspektiven und internationale Kontakte im Vordergrund. Gerade im Bereich der Kreislaufwirtschaft zeigt sich, wie wertvoll grenzüberschreitender Wissenstransfer ist.
Im zweiten Teil präsentierte Thomas Krenke vom Wood Vision Lab die Innovationsreise des Leichtbaus mit dem Rohstoff Holz. Das Wood Vision Lab entwickelt als österreichisches Innovationslabor in enger Kooperation mit Weitzer Woodsolutions moderne Holzanwendungen für industrielle Einsatzfelder und die Mobilität von morgen.
Ein besonderer Fokus lag auf dem Potenzial von Holz im Mobilitätssektor. In Kombination mit Klebstoffen und weiteren Materialien können leistungsfähige, leichte Bauteile entstehen, die zur Reduktion von Gewicht und CO₂-Emissionen beitragen. Vor allem bei ausgewählten strukturellen Komponenten eröffnen sich neue Möglichkeiten für den Einsatz von Holz als ergänzendem Werkstoff in bestehenden Materialsystemen.
Forschungsinitiativen wie das Wood Vision Lab treiben diese Entwicklung gezielt voran. Ziel ist es, Holz stärker als zirkulären, nachhaltigen Werkstoff in der Industrie zu etablieren und neue Anwendungen entlang der Wertschöpfungskette sichtbar zu machen.
Die Diskussion mit der nordischen Delegation zeigte, welches Potenzial in der Zusammenarbeit zwischen Regionen, Forschung, Industrie und öffentlichen Akteur:innen steckt. Gerade die nordischen Länder verfügen über starke Kompetenzen in Forstwirtschaft, Bioökonomie und Kreislaufwirtschaft. Der Austausch in Graz bot daher eine wertvolle Gelegenheit, gemeinsame Fragestellungen zu diskutieren und Anknüpfungspunkte für künftige Kooperationen zu identifizieren.
Der Holzcluster Steiermark bedankt sich bei allen beteiligten Partnern und Teilnehmer:innen für den offenen Austausch und den wertvollen internationalen Dialog rund um nachhaltige, biobasierte Innovationen.
Foto: © Kilian Silberschneider
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