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Steirische Delegation positioniert Holzkompetenz in Brüssel

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Auf Initiative des Wood Vision Lab reiste anlässlich des Internationalen Tags des Waldes eine hochrangige steirische Delegation nach Brüssel, um zentrale Zukunftsthemen der europäischen Holz-Wertschöpfungskette, der Kreislaufwirtschaft und der bio-basierten Innovation gezielt zu adressieren. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Forschung, Industrie und Interessenvertretungen setzten dabei ein gemeinsames Signal für die Rolle von Wald und Holz in einem nachhaltigen europäischen Wirtschaftsraum.
Dialogabend mit europäischer Perspektive

Den Auftakt bildete ein Dialogabend im Steiermark-Büro in Brüssel, organisiert vom Land Steiermark und dem Wood Vision Lab. Rund 100 Gäste folgten der Einladung, um aktuelle Erkenntnisse aus der Holzforschung sowie wirtschaftliche Potenziale einer kreislauffähigen, bio-basierten Wirtschaft zu diskutieren.

Die Veranstaltung wurde gemeinsam von Bundesminister Norbert Totschnig, Landesrätin Simone Schmiedtbauer und Landesrat Willibald Ehrenhöfer eröffnet. Im Zentrum stand eine hochrangig besetzte Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Industrie und Forschung auf europäischer Ebene zu praxistauglichen Rahmenbedingungen für die Holz-Wertschöpfungsketten der Zukunft. Diskutiert wurden unter anderem die Auswirkungen europäischer Initiativen wie des Clean Industrial Deal, insbesondere der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) auf die gesamte Wertschöpfungskette, Anforderungen an eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie konkrete Best-Practice-Beispiele aus der Steiermark. Besonders hervorzuheben ist dabei auch das klare Bekenntnis eines internationalen Technologiekonzerns wie Siemens zum Werkstoff Holz und dessen zukünftiger Rolle in industriellen Anwendungen.

Ergänzend wurden innovative Anwendungen aus dem Bereich „Holz- und biobasierter Leichtbau für Hightech-Anwendungen“ präsentiert. Die Exponate machten das technologische Potenzial entlang der gesamten Wertschöpfungskette greifbar.

Arbeitsgespräche auf europäischer Ebene

Am zweiten Tag standen gezielte Gespräche mit europäischen Entscheidungsträgern im Fokus. Treffen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments – darunter MdEP Reinhard Lopatka –, der Europäischen Kommission sowie mit Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl und weiteren Vertreterinnen und Vertretern auf nationaler Ebene unterstrichen die strategische Bedeutung der Themen Wald, Holz und Innovation.

Im Austausch wurde deutlich:

  • Der Wald ist ein zentraler Klimafaktor und unverzichtbarer Lebensraum.
  • Holz entwickelt sich zunehmend zum Schlüsselmaterial einer zirkulären, bio-basierten Wirtschaft.
  • Innovation ist entscheidend, um ökologische und wirtschaftliche Ziele miteinander zu verbinden.

Zugleich wurde betont, dass nachhaltige Waldbewirtschaftung eine grundlegende Voraussetzung für einen resilienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsraum Europa ist.

Gemeinsame Vision für eine bio-basierte Zukunft

Die Steiermark verfolgt mit ihren Partnern eine klare strategische Ausrichtung: den Aufbau einer resilienten, nachhaltigen und bio-basierten Wirtschaft. Initiativen wie das Wood Vision Lab leisten dazu einen wesentlichen Beitrag, indem sie Akteure entlang der Wertschöpfungskette vernetzen und Innovationsprozesse gezielt vorantreiben.

Die Delegationsreise wurde im Rahmen des Innovationslabors „Wood Vision Hub“ durchgeführt und durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur gefördert. Unterstützt wurde sie durch das Land Steiermark, die Steirische Wirtschaftsförderung SFG sowie den Holzcluster Steiermark. Das Format bildete den Auftakt für eine Fortführung in den kommenden Jahren und soll künftig regelmäßig stattfinden, um die Positionierung der steirischen Holz-Wertschöpfungskette im europäischen Kontext weiter zu stärken.

Starke steirische Präsenz

Die breite Zusammensetzung der Delegation verdeutlichte die sektorübergreifende Bedeutung der Themen. Beteiligte Organisationen reichten von Forschungseinrichtungen und Industrieunternehmen bis hin zu Interessenvertretungen und Clusterorganisationen.

Mit der gemeinsamen Präsenz in Brüssel konnte die Steiermark ihre Kompetenz entlang der Holz-Wertschöpfungskette sichtbar machen und wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der europäischen Bioökonomie setzen.

 

 

 

Bildrechte: © Simon Blackley, © Wood Vision Lab

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