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Das war das SysWood Zukunftsforum
– Fortschritte im österreichischen Holzbau!

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Das Projekt SysWood endete am 24.Februar im Rahmen einer Ergebnispräsentation vor zahlreich erschienenem Fachpublikum.

Mit dem Sys.Wood Zukunftsforum – Fortschritte im österreichischen Holzbau wurden am 24. Februar im historischen Kuppelsaal der TU Wien wurden die zentralen Ergebnisse des Forschungsprojekts einem breiten Fachpublikum vorgestellt und diskutiert. Mehr als 180 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Planung, Forschung und Holzbaupraxis verfolgten die Vorträge zu den vier Arbeitspaketen, die gemeinsam den gesamten Lebenszyklus von Holzhochbauten – von der Planung über Vorfertigung, Errichtung bis zur Nutzung und zum potenziellen Rückbau – abdecken.

Die Präsentationen der Ergebnisse wurden durch gebaute Holzbauten der beteiligten Partnerunternehmen ergänzt. In der abschließenden Podiumsdiskussion wurden zentrale Perspektiven für die zukünftige Entwicklung des österreichischen Holzbaus diskutiert.

Benjamin Kromoser und Marc Pantscharowitsch von der BOKU Wien eröffneten mit einem Einblick in die Planungsprozesse sowie die digitalen und organisatorischen Schnittstellen im Holzbau. Die hohe Vorfertigungstiefe erfordert frühzeitige Planungsentscheidungen unter Einbeziehung von Holzbauexpertise, eine frühe Einbindung der Fachplaner, durchgängige Open-BIM Schnittstellen sowie klare Kommunikationsregeln.

Mit dem Thema resiliente Holzbaudetails von der Praxis zur Forschung und zurück gab Johannes Würzler (TU-Graz) einen Einblick in die Auswahl bewährter und wirtschaftlicher Aufbauten sowie Regeldetails für den mehrgeschoßigen Holzbau. Holzbaudetails wurden hinsichtlich möglicher Fehler und deren Auswirkungen bewertet. Unter Einbindung erfahrener Planer und Diskussionen mit ausführenden Holzbaubetrieben wurden konkrete Empfehlungen erarbeitet, die im Sys.Wood Bauteil- und Detailkatalog zusammengefasst sind.

Der Themenbereich Holzbau vom Lebenszyklus bis zur Kreislaufwirtschaft wurde von Markus Wallner-Novak (FH-Joanneum) vorgestellt. Im Mittelpunkt standen die Strategien Repair und Reuse aus den 10R-Prinzipien der Nachhaltigkeit. Neben Maßnahmen zur Werterhaltung und Lebensdauerverlängerung durch Instandhaltung wurde von der TU Wien auch der aktuelle Stand der Rückbaubarkeit von Holzbauten untersucht. Die entwickelten Wartungshandbücher für Mieter, Verwalter und ausführende Unternehmen geben praxisnahe Hinweise zur Verlängerung der Nutzungsdauer von Gebäuden. Darüber hinaus wurden Voraussetzungen für eine möglichst zerstörungsarme Demontage und Wiederverwendung von Bauteilen analysiert und die Bewertung des Lebenszyklus einbezogen.

Einen externen Blick auf die Themen und wertvolle Beiträge aus der Holzbaupraxis der Schweiz brachten Pirmin Jung mit dem Vortrag „Integral planen – materialgerecht bauen“ und Sonja Geier über ihre Keynote zum „Kreislauffähigen Holzbau – Beyond the Obvious“ ein.

 

Ein besonderer Dank gilt den Unterstützern des Zukunftsforums, die das Zusammentreffen und den Netzwerkabend ermöglicht haben. Zu den Ausstellern zählten renommierte Unterstützer und Zulieferunternehmen der Holzbranche: Fundermax, Gaulhofer, Hasslacher Norica Timber, Saint-Gobain, SIHGA, Steico, Stora Enso, Rothoblaas und ZMP Holzbausysteme, die im Ausstellungsbereich ihre Produktneuheiten präsentierten. Besonderer Dank gilt auch der TU Wien sowie dem Forschungsbereich Interdisziplinäre Tragwerksplanung und Ingenieurholzbau für die Bereitstellung der Räumlichkeiten.

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DI Thomas Puster
Innovations- und Branchenentwicklung Holzbau


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