Holzcluster Steiermark > Aktuelles > News > Weltpremiere & Vorbildprojekt Brettsperrholzwerk in Leoben

Weltweit erste PEFC-Projektzertifizierung für ein Industriegebäude dieser Größe

Mayr-Melnhof Holz hat sich beim Einsatz des nachhaltigen Baumaterials Holz auch selbst ehrgeizige Ziele gesetzt und leistet am Standort Leoben Pionierarbeit
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Das im Bau befindliche high-tech Brettsperrholzwerk inklusive Hochleistungsnachsortier- & Hobelwerk sowie vollautomatisiertem Lamellenzentrum zur Schnittholzlagerung (Projektname „HoLzBsp“) hat als weltweit erster Industriegebäudekomplex das PEFC-Projektzertifikat mit der Nummer HFA-PEFC-COC-0776 für ein Industriegebäude dieser Größenordnung erhalten.

PEFC – Bestätigte Nachhaltigkeit

Alle Standorte sowie die Holzbauprodukte von Mayr-Melnhof Holz sind bereits PEFC-multisite-zertifiziert (CoC – Chain of custody, Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes). Holz und Holzprodukte mit dem PEFC-Gütesiegel stammen aus eindeutig dokumentierter, nachhaltiger Waldbewirtschaftung: Kontrollierte Bezugsquellen, stabile und langjährige Partnerschaften mit unseren Lieferanten, kurze Transportwege sowie die restlose Verwertung jedes Baumstammes sind oberstes Gebot.
Das Nachhaltigkeitsprinzip, von der Holzwirtschaft bereits seit 300 Jahren verfolgt, ist bei Mayr-Melnhof Holz selbstverständlich. Was lag da näher, als sich auch um eine entsprechende Zertifizierung für die neuen Produktionshallen am Standort in Leoben zu bemühen, im direkten Anschluss an das bestehende Traditionssägewerk.

Das neue Bauprojekt fungiert als absolutes Vorzeigeobjekt für den nachhaltigen, ökologischen Industriehallenbau weltweit. Mit seinem Umfang setzt es einen neuen internationalen Qualitätsstandard für zukünftige Holzbauten sämtlicher Größenordnungen. Mitte 2023 wird das Brettsperrholzwerk in Betrieb genommen.

 „Nachhaltiges Wirtschaften betrachten wir auf allen Ebenen als unsere unternehmerische Verantwortung. Mit der Ausführung des Bauprojekts „HoLzBsp“ als Holzbau leisten wir einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz – und hoffen auf zahlreiche Nachahmung.“ – Richard Stralz, Vorstandsvorsitzender Mayr-Melnhof Holz Holding AG

 

Gemeinsame Anstrengung für den Klimaschutz
Der Projektumfang für die Zertifizierung des neuen Werks beinhaltet den tragenden Holzbau (Wand-, Dach- und Deckenkonstruktion), die Fassadenkonstruktion (exklusive Fenster und Türen), sowie den Flachdachaufbau (inklusive Attikaaufbau). Insgesamt wurden mehr als 11.500 m³ PEFC-zertifizierte Holzelemente verbaut, produziert an den Standorten der Mayr-Melnhof Holz Gruppe. Um die Zertifizierung eines Bauprojekts dieses Umfangs sicherstellen zu können, war die tatkräftige Kooperation der bauausführenden Firmen sowie der eigenen Holzweiterverarbeitungsstandorte notwendig. Die Einhaltung der strengen PEFC-Richtlinien wird von der Holzforschung Austria regelmäßig kritisch überprüft.

Holzbau: Nachhaltige Wege in die Zukunft
Als Pionierleistung erweitert die PEFC-Zertifizierung dieses Bauprojektes den Blick auf den klimaschonenden Industriehallenbau der Zukunft. Im verbauten PEFC-zertifizierten Holz sind rund 11.500 Tonnen CO2 gebunden – ca. eine Tonne pro Kubikmeter Holz. Nicht eingerechnet sind hier Holzprodukte, die für andere Bereiche verwendet wurden, beispielsweise innenliegende Büros, Besuchersteg, Fenster und Türen etc. Auch nicht eingerechnet sind die vermiedenen CO2-Emissionen durch den Einsatz von Holzbauelementen statt herkömmlicher, in der Herstellung und beim Transport auf die Baustelle wesentlich CO2-intensiverer Baumaterialien.

Foto Titelbild: copyright Arinco

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